Urlaubsgrüße
vom Averbeck
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Wenn ihr bei uns über den Hof geht, begegnen euch nicht nur alte Mauern, schöne Gärten und gemütliche Räume. Wenn ihr ein bisschen genauer hinschaut, entdeckt ihr überall kleine Spuren von früher.
Denn unser Hof ist schon seit vielen Generationen ein Zuhause für die Familie Averbeck. Bis ins Jahr 1374 lässt sich unsere Hofstelle in den Büchern zurückverfolgen. Mehr als 650 Jahre Familien- und Hofgeschichte. Das sind unzählige Menschen, Geschichten, Erinnerungen und kleine Begebenheiten, die diesen Ort geprägt haben.
Vieles davon wird von Generation zu Generation weitererzählt. Und manches entdecken wir sogar heute noch ganz neu. Genau diese kleinen Geschichten möchten wir mit euch teilen.
Manche Geschichten kann man nicht in einem Buch nachlesen. Manche wachsen einfach weiter, mitten auf unserem Hof. So wie der Birnenbaum von Uroma Hermine.
Im Jahr 1913 wurde zu Wilhelms Geburt, dem Sohn von Uroma Hermine, ein Birnenbaum direkt vor ihr Schlafzimmerfenster gepflanzt. Damals ahnte natürlich niemand, dass dieser Baum noch mehr als 100 Jahre später an genau diesem Ort stehen würde.
Wo früher Hermines Schlafzimmer war, befindet sich heute unsere Plauderei. Und so ist ein Ort, an dem heute gespielt, erzählt und zusammengesessen wird, gleichzeitig ein Stück ganz persönlicher Familiengeschichte.
Und Uroma Hermine hatte offenbar eine ganz klare Vorstellung davon, wem die Birnen gehörten: Nur sie selbst durfte die Birnen von ihrem Baum essen. Für den Rest der Familie waren die leckeren Früchte tabu.
Heute steht der Birnenbaum noch immer: am heutigen Poolbereich. Dort, wo früher einmal der Bauerngarten der Familie lag. Wenn ihr bei uns zu Gast seid, könnt ihr ihn also selbst entdecken. Vielleicht schaut ihr ihn beim nächsten Mal mit ein bisschen anderen Augen an.
Bezahlt mit einem Sack Gerste.
Und dann gibt es noch Geschichten, die ganz selbstverständlich bei uns an der Wand hängen. Das große Gemälde im Bauernhaus ist so eine Geschichte.
Es stammt aus den frühen 1950er-Jahren. Der Maler zog damals über die Dörfer und versuchte, mit seinen Bildern ein wenig Geld für seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Auch unseren Hof hat er damals gemalt: so, wie er zu dieser Zeit aussah.
Und was bekam er dafür? Einen Sack Gerste.
Heute können wir uns das vielleicht kaum noch vorstellen. Für uns ist das Bild ein wunderschönes Stück Hofgeschichte. Damals war es ein Tausch, der ganz selbstverständlich zum Leben auf dem Land gehörte.
Das Gemälde hängt noch heute bei uns im Bauernhaus. Und wenn man davorsteht, schaut man nicht nur auf ein altes Bild. Man schaut auf unseren Hof, wie er einmal war. Und wer weiß, welche Geschichten noch auf uns warten …
Manchmal steckt die Vergangenheit an einem Ort, an dem man sie überhaupt nicht erwartet. In der Tür unserer Plauderei zum Beispiel.
Der Raum mit dem Kamin war früher das Wohnzimmer von Fraukes Großvater. Heute ist es ein gemütlicher Ort, an dem unsere Gäste zusammensitzen. Doch bei der Renovierung der alten Holztür kam ein kleines Stück Familien- und Hofgeschichte zum Vorschein.
Hinter der Tür wurde eine alte Holztafel entdeckt. Darauf hatten die Tischler Söder und Tory am 22.10.1955 ihre Namen und das Datum hinterlassen. Wie schön, dass diese kleine Spur die vielen Jahre überdauert hat.
Denn plötzlich sind sie wieder ein bisschen da, die Menschen, die damals an unserem Hof gearbeitet haben. Ein Name, ein Datum – und schon beginnt man sich zu fragen, wie es hier wohl 1955 ausgesehen und wie sich das Leben auf dem Hof angefühlt haben mag.
Wer hat eigentlich all die vielen Jahre auf unserem Hof gelebt? Eine Antwort darauf steckt in einem ganz besonderen Stammbaum, den wir von Fraukes Tante Ille haben. Er erzählt von unserer Familie und davon, wie die einzelnen Generationen miteinander verbunden sind.
Wenn Frauke davorsteht, ist es eben nicht einfach nur ein Stammbaum. Hinter jedem Namen steckt ein Mensch, ein Leben und eine Geschichte.
Und unsere Familiengeschichte wird weitergeschrieben: Im Bauernhaus hängt inzwischen auch der neueste Zweig unserer Gastgeber Familie Averbeck-Pennington. Beide Bilder könnt ihr bei uns im Bauernhaus entdecken. Vielleicht erkennt ihr beim nächsten Besuch ja auch den einen oder anderen Namen wieder.
Von Generation zu Generation.
Das Schöne an einem alten Hof ist: Man ist mit dem Erzählen eigentlich nie fertig. Denn immer wieder taucht etwas auf. Ein alter Gegenstand. Ein Name. Ein Foto. Eine Tür. Ein Baum. Ein Bild. Oder eine Erinnerung, die jemand aus der Familie noch im Kopf und im Herzen trägt.
All diese kleinen Dinge gehören zu uns. Sie erzählen davon, wo wir herkommen und von den vielen Menschen, die vor uns hier gelebt haben.
Und vielleicht ist genau das das Besondere an unserem Hof: Die Vergangenheit ist nicht einfach vergangen. Sie ist noch da. In unseren Räumen, in unserem Garten, in den Geschichten unserer Familie. Und manchmal sogar in einem alten Birnbaum.
Wir möchten euch in Zukunft noch viele dieser Geschichten erzählen und euch mitnehmen auf kleine Entdeckungsreisen durch unsere Familiengeschichte. Denn unser Hof hat viel zu erzählen.
Unser Hof erzählt Geschichten.
Von Generation zu Generation.
Von uns für euch.
Bei Averbeck.
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