Unsere Geschichte

Vor 1945

Das Landhaus Averbeck wurde bereits 1357 erstmals als Hofstelle Hassel Nr. 3 urkundlich erwähnt. Nachweislich seit Anfang des 16. Jh. ist der Hof im Familienbesitz und wird seither von Generation zu Generation weitergegeben. Der heute noch von Alteingesessenen verwendete Name "Garnhof" (plattdeutsch "Goarnhoff") beruht auf dem damaligen Familiennamen "Gade", der im 17. Jh. durch Einheirat zu "Hornbostel" wurde und erst 1933 zu "Averbeck". Es war Gustav Averbeck, der Vater von Hans-Heinrich, der Gertrud Hornbostel, damals heiratete.

Der gesamte Betrieb umfasst heute mit allen Feldern, Wiesen und Wäldern 189 Hektar. Im Wandel der Zeit wurde die Bewirtschaftung des Bauernhofes immer wieder an die unterschiedlichsten Gegebenheiten und Umstände angepasst. Auf dem typischen Heidehof mit einerseits sandigen und wenig ertragreichen Böden und einem Niederungsmoor um das Örtzetal baute man früher genügsame Pflanzen wie Buchweizen und Moorhafer an; man hielt Milchvieh, Schweine, Heidschnucken und Ziegen.

Die Heideflächen entstanden durch das großflächige Abholzen der Wälder für die Salzgewinnung. Holz war so wertvoll, dass hier noch bis etwa 1940 Torf aus dem Moor "gebacken" und zum Heizen im Winter verwendet wurde. Heidplacken, die mühsam gestochen und als Streu in die Ställe gebracht wurden (daher "Plackerei"), waren zusammen mit dem Tierdung der einzige Dünger für die Felder. Weitere wirtschaftliche "Standbeine" waren die Fischteiche zur Karpfenzucht im feuchten Örtzetal und von etwa 1850 bis in die 1920er-Jahre die Ziegelei. Die gebrannten Ziegel wurden von der "Lehmkuhle" mit Loren zum Weitertransport zur B3 gebracht, aber auch für den Bau der eigenen Scheune, des Backhauses (ca. 1850, heutiges Bistro Landlümmels) und des Haupthauses (1909) verwendet. Im Backhaus oder "Häuslingshaus" gab es neben einem Großbackofen Zimmer für die durchschnittlich fünf bis sechs Knechte, Mägde und andere Mitarbeiter des Hofes; ein Zimmer darin stand wandernden Obdachlosen befristet zur Verfügung, wie es damals üblich und vorgeschrieben war.

Große Bedeutung hatte die Erfindung des Kunstdüngers Anfang des 20. Jh.: Ertragreichere Felder und Wiesen bedeuteten mehr Nahrung für Tiere und damit auch die Möglichkeit, mehr Tiere zu halten. Die Not während der Weltkriege und danach erforderte den Anbau von "Sattmachern" wie Kartoffeln, Brotgetreide, Futter- und Steckrüben oder Kürbisse und anderem Nützlichen wie Flachs (Lein für Leinöl) und Hanf (Hanffasern).


Nach 1945

Zum Ende des 2. Weltkrieges war Hans-Heinrich elf Jahre alt und hatte zwei jüngere Geschwister. Ihm als ältestem Sohn war es vorbestimmt, den Hof einmal weiterzuführen. Gustav war damals noch an der Front. Vier Flüchtlings-Familien (22 Personen) aus dem Osten oder ausgebombten Städten wie Hamburg oder Bochum fanden eine Unterkunft. Sie lebten damals im Haupthaus in den heutigen Zimmern 1 bis 6. Im Haus gab es noch keine sanitären Anlagen - auf dem Hof war ein "Plumpsklo" und gewaschen hat man sich mit Wassereimern auf den Zimmern. Familie Averbeck stellte den Flüchtlingen als Selbstversorger Flächen zum Anbau von Lebensmitteln zur Verfügung. Einige der Familien fanden in Hassel und Umgebung Arbeit und wohnen heute noch hier.

1954 beschloss man, sich zu spezialisieren und den Hof als Milchviehbetrieb umzustellen. Das alte Vierständerhaus wurde abgerissen und ein Jahr später an dessen Stelle ein "moderner" Kuhstall gebaut; auf den Feldern baute man deshalb als Futter für die Kühe Mais und Futterrüben an.

1960 heirateten Hans-Heinrich und Maria und bekamen drei Kinder: Christiane, Silke und Frauke als jüngste Tochter.

1967 wurde der Hof von Gustav an seinen Sohn überschrieben. Nach ihrem Abitur verließen die Schwestern zunächst den Hof. Mangels Nachfolger/in und mit der Perspektive, nur noch wirtschaftlich arbeiten zu können, wenn die Zahl der Kühe deutlich erhöht würde, entschieden sich Maria und Hans-Heinrich in den 80er-Jahren, den Milchbetrieb einzustellen.

Stattdessen wurde der Hof zu einem der ersten, der sich in der näheren Region auf den Spargelanbau spezialisierte. In dieser Zeit wurde auch der Grundstein für den heutigen Ferienbetrieb gelegt: Maria und Hans-Heinrich boten einige der "frei gewordenen" Zimmer zur Vermietung an. Die Gäste, meist Schweden auf der Durchreise in den Süden oder Berliner, für welche die Lüneburger Heide das Naherholungsgebiet war, bekamen ein hausgemachtes Frühstück von Maria. Immer mehr Zimmer im Haupthaus wurden nachgerüstet und vermietet. Es gab jedoch noch keine Zentralheizung im Haus. Die vorhandenen Badezimmer wurden zunächst mit den Gästen geteilt, erst später wurden neue für jedes Zimmer eingebaut.


Nach 1990

Erst Italien, dann Berlin, wo sie ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau abschloss und Ross Stewart Pennington kennenlernte, zuletzt England: Das waren Fraukes Stationen, bevor die beiden beschlossen, gemeinsam nach Hassel zu gehen. Frauke arbeitete zunächst im Hotel Fürstenhof in Celle als Empfangschefin. Hans-Heinrich und Ross machten sich daran, den leerstehenden Kuhstall nach und nach umzubauen: Wo früher auf dem Heuboden Futter für die Kühe gelagert wurde, befinden sich heute die Zimmer 9 bis 14.

1995 war Jacob "unterwegs", Ross übernahm Fraukes Stelle in Celle. Nebenbei führten sie gemeinsam mit Hans-Heinrich und Maria den Hof und erweiterten den Spargelanbau auf 3 Hektar. Die Spargelstecher lebten auf dem Hof, zum Teil in der Jagdhütte und wurden von der Familie verköstigt.

1997 wurde Charlotte geboren, ein Jahr später übernahmen Frauke und Ross den Hof offiziell.


Seit 2000

2002 kam Antonia auf die Welt. Den Spargelanbau gab man 2005 auf, der sich aufgrund des zunehmenden Überangebotes immer weniger lohnte. Ende des gleichen Jahres eröffneten Frauke und Ross stattdessen die Spielscheune "Landlümmels" im Landhaus Averbeck in Bergen, das für viele Familien mit kleinen Kindern der Region schnell zum beliebten Ausflugsziel wurde und natürlich auch für die Übernachtungsgäste einen echten Mehrwert bot.

Mit der Eröffnung des "Landlümmels" 2005 kam Anke Brandt und ein Jahr später Bruni ins Hotel in Bergen.

2010 folgten Überlegungen zur Weiterentwicklung des Hofes. Um den Bauernhof zukunftsorientiert weiter zu führen, musste das Zimmerangebot jedoch deutlich vergrößert werden. Frauke und Ross erarbeiteten ein Familienkonzept, das eine Umgestaltung des Hauses, ein Appartmentshaus, eine Kinderbetreuung sowie ein Hotel mit Schwimmbad umfasste. Parallel bot sich Familotel als starker Marketingpartner an. So entstand das Familotel Landhaus Averbeck in der Lüneburger Heide. Von diesem Zeitpunkt ging alles sehr schnell: Das Schweinehaus wurde zu Wohnungen, der alte Pferde- und Kuhstall zu Schwimmbad und Sauna und die alten Kinderzimmer wurden zur Kinderbetreuung ausgebaut. Neue Stallungen für Tiere, der Wintergarten, die neue Küche, Kühlräume und das Appartementhaus wurden errichtet. Die idealen Voraussetzungen für Familienurlaub auf dem Bauernhof inklusive Kinderbetreuung wurden geschaffen.

Ab Mitte 2011 war das "Familotel Landhaus Averbeck" online buchbar. Bis zum Ende der Umbauarbeiten im Juli 2012 wurde bereits zusätzliches Personal eingestellt und auch Gäste wurden schon empfangen. Im Laufe der Zeit wurde im Hotel die Kinderbetreuung auf 56 Wochenstunden ausgebaut. So wurden die Familotel-Kronen von 3 auf 4,5 erhöht. 2014 gewann das Landhaus Averbeck den Award als "Holiday Check Top Hotel", wurde von TÜV Nord als "Ok für Kids" ausgezeichnet und erhielt die Zertifizierung für "Service Qualität Deutschland Stufe II". 2015, 2016 und 2017 wurde das Familienhotel in der Lüneburger Heide mit dem "Holiday Check Award" ausgezeichnet. Ende 2016 wurde das Erscheinungsbild verändert mit einem neuen Logo und Corporate Design sowie einer neuen Internetseite, die Euch mehr Lust auf Urlaub bei uns im Familotel Landhaus Averbeck bereiten soll.